Verein

Der Burschenverein Eitensheim möchte euch einleitend ein paar Informationen über die zurückliegende Entwicklung nennen und einen Einblick in das jährliche Vereinsleben ermöglichen.

Anfangs bei der Gründungsversammlung betrug die Mitgliederzahl 46 aktive und 4 fördernde Burschen. Durch Präsenz in Eitensheim und der Organisation mehrerer Veranstaltungen über das Jahr verteilt, konnten sich interessierte Burschen selbst ein Bild vom Vereinsleben machen und dieses durch ihren Beitritt aktiv mitgestalten. Aus diesem Grund wuchs die Zahl Jahr für Jahr auf 82 aktive, 14 passive und 34 fördernde Burschen, was in Summe 130 Burschen entspricht.

Die jährlichen Veranstaltungen wie Maifest, Maibaum aufstellen, Sommerfest, Burschenausflug und Weihnachtsabend werden durch Spalierstehen bei Hochzeiten und Festen in der Umgebung ergänzt. Zu den letzten beiden Veranstaltungen rücken wir zusätzlich mit der Fahne des ehemaligen katholischen Burschenvereins und der Fahnenabordnung aus.

Unsere Geschichte

1932 bis 1933

Bereits im vorangegangenen Jahrhundert gab es in Eitensheim einen Burschenverein. So wurde laut Kirchenchronik am 20.06. 1932 unter Anwesenheit von Pfarrer Josef Biersack und Diözesan-Präses Pfarrer Freiherr von Papius ein katholischer Burschenverein gegründet. Am 05.06.1933 wurde dann von Pfarrer Josef Biersack die neue Vereinsfahne geweiht. Bereits kurz danach, im Jahre 1935, hat die Kreisleitung der NSDAP alle kirchlichen Vereinigungen verboten und aufgelöst. Der katholische Burschenverein Eitensheim war ebenfalls davon betroffen, weshalb auch die Vereinsfahne abgeliefert werden sollte. Dies wurde aber auf Intervention des bischöflichen Generalvikariats verweigert.

1955 bis 1960

Nach zwanzig Jahren, also im Jahre 1955, wurde der katholische Burschenverein Eitensheim auf Initiative von Pfarrer Kaspar Bauernfeind mit Unterstützung von Stefan Winkelmeyr und Gabriel Kiermaier wieder ins Leben gerufen. Im Jahre 1960 wurde dann der katholische Burschenverein Eitensheim wegen nachlassendem Interesse und Unstimmigkeiten über die Vereinsziele zwischen Pfarrer Kaspar Bauernfeind als Präses und den Vereinsmitgliedern wieder aufgelöst. Während dieser sechsjährigen Zeit war die Vereinsfahne bei Zachäus Hirsch aufbewahrt und wurde beispielsweise beim Festzug des Orient Eitensheim 1960 ausgetragen (Bild aus der Ortschronik).

Mit der Vereinsauflösung fiel die Vereinsfahne an die katholische Kirchenstiftung Eitensheim und so wurde die gefaltete und in einer Schachtel verwahrte Vereinsfahne seit 1960 in der Sakristei der Pfarrkirche St. Andreas aufbewahrt.

2013 bis heute

In der Zeit vor der Gründung des Eitensheimer Burschenvereins waren viele Burschen auf mehrere Bauwägen sowie Hüttn im Ort verteilt, obwohl sie alle ähnliche Interessen in ihrer Freizeit teilten. Aus diesem Grund und auf Initiative von Klaus Knörr kamen immer wieder mehrere Burschen auf Festen in und um Eitensheim ins Gespräch und auf die Idee, einen entsprechenden Burschenverein zu gründen. Die gemeinsamen Ansichten von Brauchtumserhaltung und dem Willen den Zusammenhalt der Jugend innerhalb der Gemeinde Eitensheim zu stärken waren die ausschlaggebenden Gründe für die Neugründung. Die Interessen der Burschen mit den einzelnen Gruppierungen und Freundeskreisen unabhängig ihres Alters sollen im Burschenverein zu einer Einheit verbunden werden.

Das Ergebnis der Gespräche war die Gründungsversammlung am 13.04.2013 im Sportheim Eitensheim mit Bürgermeister Michael Stampfer und insgesamt 50 anwesenden Gründungsmitgliedern. So ist der Zweck des weltlichen Burschenvereins Eitensheim die Förderung der Brauchtumspflege und des dörflichen Zusammenhaltes. Dies geschieht insbesondere durch Bestrebungen, die Heimat in ihrer natürlichen oder geschichtlichen Eigenart zu erhalten und das Bemühen, Wissen von den Bräuchen zu vermitteln, den Heimatgedanken an die Jugend weiterzugeben und öffentliche Veranstaltungen, die mit diesen Bestrebungen im Zusammenhang stehen, durchzuführen. Des Weiteren bemüht sich der Verein um gesellige Unterhaltung, unternimmt nach Möglichkeit jährlich einen Ausflug, fördert die Jugendarbeit sowie das Zusammenleben der Generationen.

Unser Wappen

Gleich bei der Gründungsversammlung wurden den anwesenden Burschen fünf Vorschläge für ein Vereinswappen zur Auswahl gestellt. Von den anwesenden Gründungsmitgliedern wurde ein Wappen ausgewählt, welches abschließend noch um das Gründungsjahr ergänzt wurde und untenstehend abgebildet ist.

Bei der grundlegenden Wappenform orientierte man sich an der Form des Ortswappens der Gemeinde Eitensheim. Der mittig abgebildete Händedruck stellt ein gern verwendetes Symbol bei Burschenvereinen dar und symbolisiert die „Bruderhände zum Gruße“. Dieses Symbol steht unter anderem für Zusammenhalt, Stärke und Respekt. Den Eichenkranz unterhalb der Bruderhände bringt man nicht zuletzt mit Treue und Solidarität in Verbindung. Die auf links und rechts aufgeteilte Jahreszahl an den Ärmeln entspricht dem Gründungsjahr und die weiß-blauen Rauten im Hintergrund entsprechen bekannterweise den bayerischen Nationalfarben.

Unser Taferl

Kurz nach der Gründung des Burschenvereins stand 2013 das 140-jährige Gründungsjubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Eitensheim an. Dabei wurde für den Festumzug noch ein Taferl benötigt, welches in nur wenigen Wochen gefertigt werden sollte. Die Anfertigung des Taferls war trotz des hohen Aufwands bereits nach wenigen Tagen abgeschlossen. Andreas Heigl übernahm die Anfertigung des hölzernen Taferls und die künstlerische Ausgestaltung erfolgte durch Thomas Hartwig. Auf dem Taferl befindet sich das in schwarz gehaltene Wappen des Burschenverein Eitensheims.

Unsere Fahne

Die Vereinsfahne des katholischen Burschenvereins wurde dem heutigen Burschenverein Eitensheim zur Nutzung überlassen und wird seitdem auf kirchlichen Prozessionen und besonderen Anlässen in der Gemeinde sowie zum Spalier stehen und bei anderen Vereinsfesten ausgetragen. Durch die Neugründung des Burschenvereins Eitensheim und der Anregung mehrerer Eitensheimer Bürger, unter anderem von den letzten verbliebenen Mitglieder des katholischen Burschenvereins, konnte die die “alte” Fahne erstmals nach über 50 Jahren wieder 2013 beim Feuerwehrfest der Öffentlichkeit präsentiert und mitgetragen werden.

Wie bei gestickten Fahnen dieser Art üblich, wird zwischen einer Ortsseite und einer Vereinsseite unterschieden. Auf der Ortsseite befindet sich zentral auf weißem Seidenstoff eine groß gestickte Ansicht auf der im Vordergrund ein Holzkreuz mit einem von der Feldarbeit heimkehrenden Burschen abgebildet ist, welcher andächtig vor dem Kreuz inne hält. Im Hintergrund dieser Ansicht ist noch die alte Kirche St. Andreas und mehrere Höfe dargestellt. Die Ortsansicht ist von bunten Blumen und Ornamenten umrahmt. Am unteren Ende befindet sich der Spruch „Gelobt sei Jesus Christus“. Die grüne Absetzung der Umrandung beinhaltet an den Ecken die Hl. Mutter Gottes, die Kapelle St. Sebastian, den Hl. Andreas und die Kapelle St. Salvator.

Auf der Vereinsseite befindet sich mittig eine Darstellung des Hl. Andreas mit seinem Kreuz. Darum ist kreisförmig die Bezeichnung des katholischen Burschenverein Eitensheim mit dem Gründungsjahr 1932 und dem Jahr der Fahnenweihe 1933 zu lesen. Die Ecken wurden auf dieser Seite mit den vier Tugenden des katholischen Burschenvereins bestickt. So sind der Glaube durch ein Kreuz, der Frohsinn durch eine Lyra, der Fleiß durch einen Bienenstock und die Heimatliebe durch ein weiß-blaues Wappen dargestellt.

Das oberste Ende der Fahne, die Fahnenspitze, wurde aufwändig in Messing gefasst und beinhaltet das strahlende Kreuz sowie das allsehende Auge. Vom katholischen Burschenverein sind ebenfalls noch drei Fahnenbänder vorhanden. Traditionell in den Farben grün, weiß und rot gehalten wurde 1933 ein Fahnenband zur Fahnenweihe vom Patenverein Pietenfeld übergeben. Die Fahnenjungfrauen Maria Meyer, Maria Trini und Maria Knörr widmeten ebenfalls ein Fahnenband in weiß mit goldfarbener Stickerei und Blumen. Das dritte Fahnenband wurde von den Jungfrauen der Pfarrei Eitensheim ebenfalls zur Fahnenweihe gewidmet und orientiert sich an der Gestaltung dem der Festjungfrauen.